1483
10. November: Martin Luder wird als zweiter Sohn des Bergmanns Hans Luder und seiner Frau Margarete Luder in Eisleben, Sachsen geboren. Die Eltern sind kurz vorher aus ihrer Heimat Thüringen nach Eisleben gezogen.
11. November: Martin Luther wird in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Eisleben durch Pfarrer Bartholomäus Rennebecher getauft.
1484
Die Familie Luther siedelt nach Mansfeld über, wo Hans Luder sich langsam im Bergbau zu bescheidenem Wohlstand hocharbeitet. Die Familie ist arm und die 9 Kinder müssen knapp gehalten werden.
1488
Frühjahr: Martin Luther wird auf die nahe der Georgenkirche gelegene Stadtschule von Mansfeld geschickt. Der erst 4 1/2jährige lernt dort Lesen, Rechnen, Schreiben und das erste Latein.
1491
12. März: Luther tritt in die Lateinschule in Mansfeld ein.
1497
Frühjahr: Luther besucht die Lateinschule in Magdeburg bei den »Brüdern vom gemeinsamen Leben«.
Wahrscheinlich aus wirtschaftlichen Gründen holt ihn der Vater zurück nach Mansfeld und schickt ihn daraufhin zur Ausbildung nach Eisenach.
1498–1501
Luther besucht die Pfarrschule St. Georg in Eisenach, Thüringen. Er verdient sich seinen Lebensunterhalt unter anderem durch Singen in Kirchen und vor Haustüren.
Er erhält Zutritt zu den frommen, den Franziskanern nahestehenden Patrizierhäusern von Heinrich Schalbe und Kunz Cotta und findet in dem Stiftsvikar Johannes Braun einen väterlichen Freund.
1501
April/ Mai: Luther wird an der 1392 gegründeten, städtischen Universität Erfurt immatrikuliert.
1502
29. September: Luther wird Baccalaureus artium.
1503
Er studiert Philosophie in Erfurt.
1505
7. Januar: Martin Luther wird Magister Artium (Abschluß der philosophischen Ausbildung).
Sommersemester: Auf väterlichen Wunsch wendet sich Luther dem Rechtsstudium zu. Gleichzeitig hält er Vorlesungen an der Artistenfakultät.
2. Juli: Nach einem Besuch in Mansfeld gerät er auf der Rückreise, bei Stotternheim in der Nähe von Erfurt, in ein schweres Gewitter. Er ruft in seiner Not die heilige Anna, die Patronin der Bergleute, an und legt das Gelübde ab, ins Kloster zu gehen.
17. Juli: Luther tritt in das Kloster der Augustiner-Eremiten in Erfurt ein.
1506
September: Luther legt die Ordensprofeß in der Klosterkirche in Erfurt ab.
19. Dezember: Er wird in Erfurt zum Subdiakon geweiht.