Anders zusammengefasst: Es gibt eine gewisse Symmetrie in der Anordnung der Einstellungen innerhalb einer Sequenz:
establishing shot als totalisierendes Eingangsbild;
Wechselnde Ausschnitte aus dem geschehen;
re-establishing shot als re-totalisierendes Mittelbild;
danach noch einmal wechselnde Ausschnitte;
schließlich ein re-establishing shot als totalisierendes und bilanzierendes Schlussbild.
Für diese Standard-Auflösung einer Szene gibt es auch ein entsprechend standardisiertes Drehverfahren. Die Szene wird zunächst in der Totalen durchgefilmt. Was dabei entsteht, ist der master-shot, der später beim Schnitt als Grundlage der Szene genommen werden kann; danach werden die medium shots und close ups separat gedreht. Dieses Verfahren ist insofern äußerst ökonomisch, als bei Szenen mit einer größeren Anzahl von Figuren alle Darsteller zusammen nur einmal am Drehort sein müssen, nämlich für den master-shot.